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Nach der Qualitätsanalyse

Nach der Qualitätsanalyse (QA) ist vor der Qualitätsanalyse.
Die Phrase, die im Fußballsport öfter erwähnt wird - "Nach dem Spiel, ist vor dem Spiel" - trifft im Prinzip auch für die Qualitätsentwicklung und die Schulentwicklung zu.
Schulleitungen, die den Ansatz der QA für die weitere Entwicklung der Schule richtig verstanden haben, werden nach Qualitätsbericht und der darauf folgenden Zielvereinbarung mit der Schulaufsicht Verbesserungen einleiten und eigenverantwortlich überwachen.
Viele Schulen haben einen beträchtlichen zeitlichen und organisatorischen Aufwand in die Vorbereitungen zur QA betrieben. Das Kollegium wurde eingebunden, die Eltern haben einen Teil dazu beigetragen und die Schulleitung selbst hat natürlich auch ihrer Führungskompetenz entsprechend gearbeitet. Viele Stunden sind investiert worden. Es wäre für alle Beteiligten nicht gerade förderlich und motivierend, wenn nach Erhalt des Qualitätsberichtes nichts weiter passiert.
Es sind doch meist leider immer die gleichen Lehrer(innen) im Kollegium, die sich an der Weiterentwicklung der Schule beteiligen. Aber Schule und Schulentwicklung ist nun einmal eine Gemeinschaftsaufgabe, die nicht nur aus der eigenen Beurteilung pädagogischer Fähigkeiten der Lehrer(innen) (... meine Klasse, meine Schüler, Tür zu ...), sondern auch von der Integrationsfähigkeit ALLER abhängt. Beamtenstatus, Lebensalter, Berufsehre, Freizeit- und Arbeitszeitorientierung, persönliche Selbstüberschätzung, aber natürlich auch alle positiven intrinsischen Motivationsfaktoren aller Beteiligten im Schulentwicklungsprozess sind von der Schulleitung zu berücksichtigen, um besser (was ist besser?) zu werden.
Die Schulleitung selbst hat allerdings gelegentlich auch einen eigenen Konflikt zu lösen. Es ist zu entscheiden, welche Prioritäten gesetzt werden: Die Erfüllung des Eigenbildes (Status, ich bin jetzt Chef, etc.) und der Führungsaufgabe, eine Gemeinschaft (... nicht nur Pädagogen, sondern auch Sekretariat, Hausmeister, Kollegium, Eltern, ext. Partner ...) auf ein Ziel auszurichten. "Wie soll das erfolgen, wenn Schulleitung selbst die Zielformulierung - was will ich mit meiner Schule in ca. 3 Jahren erreicht haben - nicht beschreiben kann?" Eigenverantwortung ist gefragt und nicht die politische oder schulamtsbezogene Ausrichtung. Hier werden sich sicherlich in der Zukunft Veränderungen ergeben.
Bedenklich wird es, wenn Schulleitung sich die Frage stellen muss: (...wie soll man damit umgehen, wenn bewußt wird, in dieser Aufgabenstellung überfordert zu sein?)

Es wird aber etwas passieren ...

In der Handreichung zum Zielvereinbarungsprozess sind weiter führende Informationen zu den Abläufen nach erfolgter QA ablesbar.

1.
Der Qualitätsbericht soll sowohl in der Lehrerkonferenz und in der Schulkonferenz zeitnah nach Erhalt dieser Unterlage erörtert werden.(... es ist zu überlegen, ob der Qualitätsbericht komplett oder nur in Teilen zur Kenntnis gebracht wird ..., weiterhin: Intranet und Internet).
2. Die Schulaufsichtsbehörde schließt mit der Schulleitung - unter Mitwirkung der Schulkonferenz - Zielvereinbarungen ab, um den Qualitätsentwicklungsprozess weiter zu fördern. (Wichtig: diese Zielvereinbarungen werden auf einem landeseinheitlichen Zielvereinbarungsbogen dokumentiert und sowohl von der Schulaufsicht als auch von der Schulleitung unterschrieben.
In diesem Zielvereinbarungsbogen werden Daten festgeschrieben:
--> Zielbeschreibung und Datum der Zielerreichung
--> der betreffende Qualitätsbereich aus dem Qualitätstableau
--> die Indikatoren für die Zielerreichung
--> die von der Schule geplanten Maßnahmen zur Zielerreichung (unterschieden in die Maßnahmen der Schule und die Maßnahmen durch eine externe Unterstützung)
--> die vorgesehenen Termine für erneute "Bilanzgespräche".
3. Ziele werden vereinbart und schriftlich festgelegt (dies sollte dem Kollegium auch zeitnah bekannt gemacht werden). Möglicherweise ist an dieser Stelle über die Wirksamkeit der internen Kommunikation erneut nachzudenken.
4. Es ergibt sich eine Maßnahmenplanung. (Wie werden durchzuführende Maßnahmen projektiert, wie werden sie kommuniziert, wie werden sie visualisiert, wie wird die Einhaltung von Terminen vorgenommen, wie wird die Wirksamkeit eingeführter Maßnahmen beurteilt?)
5. Diese Maßnahmen werden systematisch umgesetzt (so sollte es sein), wobei der Schulleitung die Aufgabe übernehmen sollte, die Istsituation und die Sollsituation zu überwachen (Controlling).
6. mögliche Ursachen für Abweichungen werden dann anschließend analysiert und unter Umständen gegensteuernde Maßnahmen entwickelt.
7. Aufgrund der Erkenntnisse des bisherigen Verlaufs werden anschließend erneut neue Ziele festgelegt und vereinbart.

Diese Punkte entsprechend dem normalen Evaluationskreislauf oder wie es in der Wirtschaft bekannt ist: dem PDCA-Zyklus. (Wesentliche Unterschiede zwischen diesen beiden Begriffen gibt es eigentlich nicht).

Aus Sicht des Beraters oder des SeniorExperten ergeben sich zu diesem Verlauf in einigen Schulen folgende, noch zu bearbeitende Verhältnisse:
Nicht nur die Schulleitung, sondern auch die Mitglieder des Kollegiums müssen verstanden haben (auch wenn es schwer fällt), dass allein dieser Kreislauf der Evaluation eine Möglichkeit der systematischen und konstruktiven Schulentwicklung gewährleisten kann. Ein immer wieder zu durchlaufender Kreislauf.
Es soll allerdings nicht unterdrückt werden, dass gegebenenfalls einige Randbedingungen in Schulen eine derartige Umsetzung kaum oder schwer möglich machen.
Dazu zählt unter anderem der Migrationshintergrund der Schüler, die Alterstruktur im Kollegium und die Persönlichkeit (und damit die Führungskompetenz) der Schulleitung.


© UPD Unternehmensberatung Dr. Deubel
Im Text wurde aus Gründen der Lesbarkeit weitgehend darauf verzichtet, die weiblichen Formen von Managern, Mitarbeitern, Lehrern, Schulleitern etc. zu nennen. Natürlich sind sie auch gemeint.



Nach der Qualitätsanalyse

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Kommentar zu "Nach der Qualitätsanalyse"

5 Kommentare

03.05.2012 19:07 tlpbuif E-Mail
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02.05.2012 20:29 snfojwsr E-Mail
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02.05.2012 14:40 tlprmuxxusg E-Mail
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01.05.2012 04:42 Anna E-Mail
Ich bin tief erschfcttert fcber diese traurige Nachricht und vf6llig gesokccht! Als ehemalige Schfclerin des FvS Gymnasiums habe ich meinen ehemaligen Bio LK-Tutor Herrn Wolf stets in guter Erinnerung behalten. Da ich leider nicht mehr die Mf6glichkeit dazu bekomme ihm persf6nlich ffcr alles was er uns schulisch aber auch ffcr das Leben beigebracht hat zu danken, tue ich es nun hier. Danke ffcr ihr diplomatisches Geschick! Danke, ffcr ihr Wissen! Danke, ffcr ihren Witz! Danke, ffcr ihre Lebensfreude! Danke, ffcr den Sarkasmus! Danke, dass Sie so ein grodfartiger Lehrer und Mensch waren! Ich werde Sie immer in dankbarer Erinnerung behalten!