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Didacta-Magazin

Interne Kommunikation

Die zu beachtenden Prinzipien der internen Kommunikation in Schulen unterscheiden sich nur geringfügig von den grundsätzlichen Prinzipien der internen Kommunikation in Wirtschaftsunternehmen. Es wird unterschieden in die verbalen und nonverbalen Methoden und Vorgehensweisen. Die verbalen Methoden bestehen in der Durchführung von Konferenzen (Lehrerkonferenzen, Schulkonferenzen etc.), die nonverbalen Methoden schließen den Schriftverkehr, die Einladung zu Konferenzen jeglicher Art, Protokolle und Aushänge in Lehrerzimmern und in den Klassen mit ein.

Durch eine online-Abfrage der UPD Unternehmensberatung Dr. Deubel wurde allerdings ein Unterschied bei der Erwartungshaltung des Kollegiums gegenüber dem Verhalten der Schulleitung deutlich.

Online Abfrage 04/2010

Abfrage Informationsverhalten

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Die primären Ansätze der innerbetrieblichen Kommunikation dienen sowohl der Aufrechterhaltung des Schulbetriebs (die Organisation muss funktionieren) aber auch der Motivation und der ständigen Ausrichtung aller Beteiligten auf die Aufgaben und Ziele der jeweiligen Schule. Selbstverständlich sind auch die Module aus dem sozialen Bereich zu berücksichtigen. (Stichwort: Sozialkompetenz).

Es gilt für die Schulleitungen darüber nachzudenken, wie einen Organisationskonzept aufzubauen ist, welches einerseits die oft vorzufindende verbale und persönlich zeitzehrende Informationsarbeit verbessert und andererseits auch noch die Effektivität und Effizienz von Informationen, Nachrichten, Hinweisen, Protokollen etc. optimiert.

Auch in Schulen sind die heutigen Möglichkeiten von Intranet und Internet bekannt, jedoch - abhängig von Schulform und von Aktivitäten des Schulträgers - noch nicht allgemein umgesetzt. Doch hierzu wird jetzt nicht weiter kommentiert.

Um ein sich selbst tragendes Kommunikationskonzept zu erstellen und umzusetzen, ist es notwendig, zunächst eine Ist-Aufnahme dahin gehend zu machen, welche Ordnungsprinzipien in der jeweiligen Schule vorhanden sind. Dieses betrifft die Ordnungsprinzipien im Lehrerzimmer und die dort meist vorhandene Informationstafel. In vielen Schulen wird hier ohne Zuordnung aufgehängt, angekündigt, angeklebt und angeheftet, was gerade aktuell ist. Es gibt meist keine Verantwortung für die Aktualisierungen dieser Tafel. Aushänge, die schon längst veraltet sind, hängen neben Einladungen und Informationsveranstaltungen, die in Kürze stattfinden.

Auch eine Zuordnung von Aushängen auf diesen Informationsbrettern oder Informationstafeln zu bestimmten Überschriften findet meist nicht statt. Aushänge werden dort platziert, wo Platz ist. Es wäre relativ einfach, sich entweder in der Schulleitung oder in kleineren Arbeitsgruppen Gedanken darüber zu machen, welche grundlegenden Bereiche immer wieder durch Aushänge bekannt gemacht werden müssen. Dieses könnte dann mit entsprechenden Überschrifttafeln kenntlich gemacht werden. Beispiel: "aktuell", "die Schulleitung informiert", "wichtig" oder "Lehrerinformationen". Wie bereits erwähnt, das waren Beispiele.

Natürlich ist es auch notwendig, die Verantwortungen zuzuordnen, wer an derartigen Informationsblättern oder Informationstafeln Aushänge platzieren darf. Praktisch wäre ein kleines Bild desjenigen, der für eine bestimmte Überschrift verantwortlich ist.

Auch Informationen zum Geschäftsverteilungsplan, zu gerade aktuellen Projekten, zu geplanten Klassenreisen, zu Sprechstunden, zu Informationen der Schulaufsicht oder weiteren Behörden können systematisch bekannt gemacht werden.

Informationsbroschüren jeglicher Art sollten nicht auf Fensterbänken oder ungeordnet auf den Tischen des Lehrerzimmers zu finden sein, sondern in entsprechenden Behältnissen, die beispielsweise auch in Bibliotheken und Büchereien zum Einsatz kommen.

Kreativer Ansatz?

Ein kreativer Ansatz ist gefragt. Bei genauer Betrachtung sind die Aushänge an Informations- oder Kommunikationstafeln nichts anderes als der Frontalunterricht. Es ist in der Tat zu überlegen, ob ein derartiges Medium in der jeweiligen Schule zur passiven Informationen dienen soll oder ob ein kommunikativer Ansatz gesucht wird. Passive Informationen sind nichts anderes als das, was in Zeitungen, Broschüren, Berichten etc. veröffentlicht wird. Es wird gelesen, beziehungsweise zur Kenntnis genommen und es wird nur das herausgefiltert, was dem jeweiligen Leser oder Betrachter wichtig erscheint. Heute gelesen - morgen vergessen.

Um neue Wege der Kommunikation zu finden, die allen Beteiligten, nämlich dem "Sender" und dem "Empfänger" dabei helfen, in vollem Umfang über aktuelle Situationen informiert zu sein, sind alle Möglichkeiten in einem Mindmap aufzuzeigen. Auch die kreativen Möglichkeiten durch Brainstorming sollten genutzt werden. Rein rationale Arbeitsweisen, die häufig auch damit zusammenhängen, dass eine Schulleitung sich in dieser Thematik diesbezüglich überfordert fühlt, bringen keinen wirklichen Fortschritt.

Informationsstand

Informationsstand in einer Firma

Alle Broschüren und Zeitschriften sind in einem Besprechungsraum verfügbar

Informationsmöglichkeit

Informationsstand in einer Kantine

Broschüren und Zeitschriften für Arbeitnehmer(innen)