Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Newsletter bestellen

Newsletter abbestellen

Impressum

Haftungsausschluss

Hier gibt es Neuigkeiten der Stiftung "Partner-für-Schule"

Didacta-Magazin

Ausgangslage

Eltern sind mehr und mehr konkreter in die Schulentwicklung einzubinden. Insbesondere durch den Migrationshintergrund sind viele Eltern allerdings entweder zu oberflächlich oder auch zu unwissend mit den schulischen Problemen und den Auswirkungen auf ihre Kinder vertraut. Elternarbeit heißt für die Schulleitung in hohem Maße „mit den Eltern arbeiten“ und nicht „für die Eltern arbeiten“.
Die Elternarbeit sollte ein ständiger Gliederungspunkt im Schulprogramm jeder Schule sein.
Die Möglichkeiten, Eltern in die schulische Arbeit einzubinden, sind von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen unter anderem die lokalen Umgebungsbedingungen (Stadtkern, Provinz), die Anzahl der unterschiedlichen Nationalitäten, die berufliche / finanzielle Situation der Familien.

Analogien?
Auch wenn es von den Schulleitern möglicherweise noch nicht so akzeptiert wird, aber die Arbeit an und mit den Eltern unterscheidet sich nur unwesentlich von den Aktivitäten mittelständischer Betriebe, die sich mit den Ansprüchen und Anforderungen ihrer Kunden auseinandersetzen müssen.
Überlegungen zur Elternarbeit können auf die Phasen „vor Einschulung“, „während der Schulzeit“ und „nach der Schulzeit“ bezogen werden.

Anlass

Professionelle Elternarbeit – also die Arbeit mit den Eltern – hat einen erheblichen Einfluss auf den Status und die Effektivität der Schule. Der Status – das Image einer Schule - entscheidet mehr als in der Vergangenheit über die Frage, ob die Schule bestehen bleibt oder nicht. Schulen müssen sich auf dem Weg von der selbstständigen (Bertelsmann) zur eigenverantwortlichen Schule entwickeln und dies in einer Schnelligkeit, die von vielen Schulen intern nicht zu gewährleisten ist. Nicht nur die Schulleitungen müssen sich verändern, sondern auch das Kollegium und natürlich auch die Eltern.
Das primäre Ziel liegt in der Absicherung einer ausgewogenen und zielgerichteten Erziehung und Bildung der anvertrauten Schüler. In welchem Umfang eine Schule diese Herausforderungen beherrscht und vielleicht auch darüber hinaus herausragende Ergebnisse erreicht, wird durch eine gute Bewertung nach einer Qualitätsanalyse oder sogar bei der Verleihung von Schulpreisen dokumentiert.
Leider sind die „Qualitätsauszeichnungen“ untereinander nicht kompatibel, sodass die Notwendigkeit besteht, sich auf ein Modell zu konzentrieren. Der Deutsche Schulpreis z. B. untergliedert sich in sechs Bewertungskriterien:

Bei Punkt 5 ist nachzulesen, dass die Zusammenarbeit mit Eltern ausdrücklich erwähnt wird.

Schulgesetz NRW

Im Schulgesetz NRW in der Fassung vom 15.02.2005 in der Fassung der Änderungsgesetze vom 13.06.2006 und 27.06.2006 stehen etliche Erläuterungen zur Elternarbeit in Schulen. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Pflichten und Rechte von Eltern, geben aber nicht ausreichend Hinweise, wie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern konkret zu gestalten ist. Dies bleibt den Schulen im Einzelnen überlassen.

Kreativer Ansatz

Aus der Datenbank der Schulen, die sich am Wettbewerb zum Schulpreis 2007 beworben haben, gibt es die Möglichkeit, sich Anregungen zu holen, was alles hinsichtlich der Elternarbeit eventuell noch zu bedenken sein könnte.

Die Auflistung zum Thema „Elternarbeit“ vermittelt einen Ansatz zur kreativen Lösungssuche zu diesem Dauerthema in jeder Schule. Die Aufzählung ist nicht bewertet und ohne spezifische Reihenfolge.

Um diese Anregungen aufzunehmen, bieten sich folgende methodische Vorgehensweisen an:
Es wird – angeregt durch die Schulleitung - im Kollegium zunächst anhand von Karten „gepunktet“, welche Form, welche Variante in Frage kommt und dann über die „W-Fragen“ (warum, wann, wer etc.) eine Beschreibung vorgenommen, wie der Vorschlag unter dem Aspekt der weiteren Überprüfung der Effizienz bestätigt oder verändert wird.

Qualitätstableau NRW

Die Beachtung und Beurteilung der Elternarbeit ist durch Anforderungen aus dem Qualitätstableau NRW bei folgenden Punkten festzustellen:
Kriterium 1.5.3
Die Eltern äußern Zufriedenheit mit der Schule.
Kriterium 3.4.5.
Die Schule beteiligt die Eltern am Schulentwicklungsprozess und an der Schulprogrammarbeit.
Kriterium 3.4.6.
Die Eltern beteiligen sich aktiv am Schulleben.
Kriterium 5.1.4.
Die Schule nutzt die Kompetenzen externer Fachkräfte und Eltern.

Es bleibt der Schule überlassen, wie sie die Kriterien festlegt, woran festzustellen ist, ob die jeweiligen Anforderungen erfüllt sind oder nicht oder in welchem Ausmaß sie erfüllt sind. Dazu sind in Lehrerkonferenzen und in Schulkonferenzen eigene Checklisten zu erstellen und auszufüllen, welche Potenziale eventuell noch genutzt werden sollten. (Interne Evaluation)
Wichtig ist nicht allein das Ergebnis, sondern die darauf aufbauende Maßnahmenplanung, um die nicht optimalen Zustände zu verbessern.

Qualitätsmanagement

Die Qualität der Einbindung der Eltern in die schulische Arbeit kann in Stufen verbessert werden, wenn die Graduierungen berücksichtigt werden, die in der Grafik dargestellt wurden.Auf die einzelnen Phasen wird in einer weiteren Veröffentlichung zu diesem Thema eingegangen.

Beschwerdemanagement

Überall dort, wo Wert darauf gelegt wird, dass die vorgesehenen und erwarteten Anforderungen erfüllt sein sollen, muss es logischerweise auch eine transparente und geregelte Organisation geben, wie mit Beschwerden umzugehen ist. Nur durch eine offene und kontinuierlich gelebte Feedbackkultur kann herausgefunden werden, ob die Zusammenarbeit mit den Eltern in diesem Fall den Erfordernissen entspricht oder wo noch Handlungsbedarf besteht.

Folgende Fragen können schulintern - in Form einer Checkliste aufgearbeitet - dabei helfen, den aktuellen Zustand zu beschreiben und was noch viel wichtiger ist, Maßnahmen zu diskutieren, welcher „Qualitätszustand“ angestrebt wird.

Natürlich darf nicht vergessen werden, dass sich auch Eltern! an einen vorgedachten Beschwerdeweg halten sollten. (Er muss natürlich bekannt sein). Denn es muss nicht unbedingt notwendig sein, sich als Eltern sofort an eine übergeordnete Instanz zu wenden, wenn es die Möglichkeit gibt, zunächst mit den eigentlichen Verursachern der Beschwerde zu sprechen.
In beobachteten Fällen wird festgestellt, dass insbesondere „einfach denkende Eltern“, Eltern ohne wirkliche „Erziehungskompetenz“ gern schnell den Instanzensprung wählen, um sich über einen Lehrer, die Unangemessenheit einer schulinternen Vorschrift oder andere Reglementierungen aufzuregen und sich zu beschweren.
Es verlangt gelegentlich schon ein besonderes rhetorisches Geschick von Lehrern und eine gewisse Kritikresistenz mit unangemessener Kritik von Eltern umzugehen.

In der weiteren Folge zu diesem Thema wird auf die spezifische Organisation zur Elternarbeit eingegangen.
Checklisten und Arbeitsblätter werden ergänzend beigefügt.


© UPD Unternehmensberatung Dr. Deubel
Im Text wurde aus Gründen der Lesbarkeit weitgehend darauf verzichtet, die weiblichen Formen von Managern, Mitarbeitern, Lehrern, Schulleitern etc. zu nennen. Natürlich sind sie auch gemeint.


Wie bewerten Sie diese Seite?

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.


Sie haben auch nachfolgend die Möglichkeit, einen Kommentar zu diesem Artikel zu schreiben.


Kommentar zu "Elternarbeit"

0 Kommentare