Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Newsletter bestellen

Newsletter abbestellen

Impressum

Haftungsausschluss

Besucherzahlen
Besucher gesamt: 43.500
Besucher heute: 7
Besucher gestern: 31
Max. Besucher pro Tag: 215
gerade online: 1
max. online: 20
Seitenaufrufe gesamt: 272.506
Seitenaufrufe diese Seite: 0
counter   Statistiken

Anlass der Fragestellung

Die Frage klingt im ersten Moment vielleicht etwas seltsam, aber wenn man sich klar macht, dass die meisten Organisationen (Firmen) unterschiedlicher Größenordnung nur eine bestimmte Lebensdauer haben, sich im Laufe der Zeit leicht oder gravierend bis zur Aufgabe der eigenen Identität verändern, so muss bis zum Sterben einer Organisation auch der Punkt des "Midlife" durchschritten werden. Übrigens bezieht sich dieser Ansatz nur auf Organisationen, die sich aktiv dem Wettbewerb stellen müssen. Auf Behörden oder sonstige staatliche Organisationsformen treffen die nachfolgenden Anmerkungen kaum zu.
Das Sterben kann dadurch erfolgen, dass die Firma

Am Anfang der Diskussion der oben genannten Fragestellung steht einmal wieder eine Abgrenzung der Begrifflichkeiten. Irgendein schlauer Mensch aus Asien sagte doch: … Wenn die Worte nicht stimmen, können die Taten auch nicht richtig sein …

Was eine Midlife-Crisis ist, weiß wohl jeder. Sollte man meinen! Insbesondere diejenigen, die behaupten, dass sie sie nicht kennen würden. Doch Vorurteile und festgefahrene einseitige Beschreibungen verhindern eine objektive und kritische Betrachtung.
Im Folgenden sollen auch nicht vorrangig die psychologischen oder medizinischen Aspekte behandelt werden, das können die entsprechenden Fachleute besser. Doch einige Ableitungen aus diesen Fachbereichen sind schon notwendig. Schließlich soll ja versucht werden, die Bedeutung des Wortes hinsichtlich der Anwendung in unserem täglichen Sprachgebrauch auf die Gegebenheiten in unserem Wirtschaftssystem zu übertragen.

Die Begriffe

Zum ersten Teil des Wortes: "Midlife". Bei genauer Betrachtung bedeutet dieser Begriff, in der Mitte seines Lebens zu stehen. Das heißt, es liegen noch viele Jahre mit vollem Lebens- und Genusspotenzial vor einem Menschen. Doch der Begriff wird nicht in der sogenannten Lebensmitte angewendet, sondern eher im letzten Drittel, also beim Durchschnittsmenschen so um die 50er Jahre. (… wenn von einer voraussichtlichen Lebensdauer von 75 - 80 Jahren ausgegangen wird.)
Der zweite Teil des Wortes ist: "Crisis". Bleiben wir bei der deutschen Bezeichnung "Krise". Eine Krise ist vom etymologischen Ursprung her nach dem griechischen "Krisis" = Entscheidung benannt, und bezeichnet eine problematische mit einem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation.
Eine Krise ist in der Psychologie ein durch ein überraschendes Ereignis oder akutes Geschehen hervorgerufener schmerzhafter seelischer Zustand, der dann entsteht, wenn sich eine Person Hindernissen auf dem Weg zur Erreichung wichtiger Lebensziele oder bei der Alltagsbewältigung gegenübersieht und diese Hindernisse nicht mit den üblichen Problemlösungsmethoden bewältigen kann. Die eigentliche Problematik einer Krisensituation ist nicht der Zustand als solcher, sondern der Zwang zur Entscheidung.

Zum Begriff "Krise" haben sich schon viele schlaue Menschen geäußert, in dem sie u. a. sagten: … eine Krise ist ein sehr fruchtbarer Zustand, man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen … Der Autor kann dem nur zustimmen.

Eine Krise ist also ein Zustand, bei welchem sich ein Mensch konkret, meist durch einen äußeren Anlass, eine Initialzündung, mit der momentanen Lebenssituation auseinandersetzen muss – ob er es will oder nicht. Dies hängt nicht vom fortgeschrittenen Lebensalter ab und kann also auch in jungen Jahren passieren. Dieser Zustand erzeugt eine bewusste – manchmal aber trotzdem nicht erwünschte - Bewertung der vergangenen Jahre und erzeugt gleichzeitig meist oft die Befürchtung, bis zu seinem Lebensende nicht mehr alles in vollem Umfang nutzen oder genießen zu können.
Weiterhin ist dieser Zustand dadurch gekennzeichnet, dass sich eine gewisse Ratlosigkeit ausbreitet, die sich auch in einer Hilflosigkeit hinsichtlich der Befreiungsmöglichkeiten darstellt.

Unsicherheit, Angst, Panik, Befürchtung, Unwohlsein oder wie die Abstufung im Angstbereich auch immer empfunden wird, lähmen bisher gewohnte aktive Verhaltensweisen. Es ist der Druck, eine Entscheidung treffen zu müssen, wie auch immer sie aussieht. Insbesondere im fortgeschrittenen Lebensalter wird daher das "weggucken" und "Gesundbeten" praktiziert, das mehr oder weniger bewusste Negieren der Situation. Bloß keine konkrete Auseinandersetzung mit dieser Lebensphase, es könnte ja sein, dass man sich seiner Ohnmacht bewusst wird, und damit wird schließlich das schöne Eigenbild von sich selbst zerstört oder zumindest angekratzt. Der Mensch selbst ist eben nicht nur sein engster Freund, sondern auch sein ärgster Feind.


© UPD Unternehmensberatung Dr. Deubel
Im Text wurde aus Gründen der Lesbarkeit weitgehend darauf verzichtet, die weiblichen Formen von Managern, Mitarbeitern, Lehrern, Schulleitern zu nennen. Natürlich sind sie auch gemeint.


Organisation und Midlifecrisis

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.


Sie haben nachfolgend auch die Möglichkeit, einen Kommentar zu diesem Artikel zu schreiben.


Kommentar zu "Organisation und Midlifecrisis"

0 Kommentare