Warum benötigen wir ein Wertesystem?
Wofür lohnt es sich einzutreten, zu kämpfen, sich zu engagieren...? Für Werte!
Nicht nur im persönlichen Bereich, in Beziehungen und Partnerschaften sind Werte unabdingbar, sondern auch in Organisationen, in Firmen.
Das Wertesystem einer Organisation ist mit ausschlaggebend für die Leistungsfähigkeit der entsprechenden Organisation. Dieser Aussage wird wohl niemand widersprechen. Oder vielleicht doch?
Natürlich ist es nicht der Überlebensfaktor Nr. 1, aber ohne gemeinsame Auffassungen ist Führung auf "Durchsetzen", "Anordnen" und distanzierte Führung zu reduzieren.
Unabhängig von den globalen Herausforderungen bleibt eines in jedem Fall eine Hauptaufgabe der Führung: Das Wertesystem der eigenen Organisation aktiv zu beeinflussen.
Es stellt sich die Frage, welche einzelnen Werte in der Wertekultur eines Unternehmens eine Rolle spielen müssen, um erfolgreich zu bleiben.
Firmen, die sich mit dieser Aufgabenstellung konfrontiert sehen, geben im Wesentlichen folgende Werte an:
>> Respekt
>> Mut
>> Verantwortung
>> Nachhaltigkeit und Konsequenz
>> Integrität
Weitere Werte wie Ehrlichkeit, Konfliktfähigkeit oder Verlässlichkeit spielen ebenfalls eine große Rolle.
Sehr häufig allerdings unterscheiden sich die persönlichen Ansichten über Werte und die gelebte Realität. Diejenigen Werte, die von anderen gefordert werden, sind sehr häufig durch andere bei dem entsprechenden Menschen nicht erkennbar. Es hapert mit dem Vorleben.
Werte und Wertesystem sollte im Zusammenhang mit der Identität einer Unternehmung durchdacht werden.
Logischerweise sind die Ansichten über Werte in einer Organisation abhängig vom Geschlecht, vom Alter, von der entsprechenden Führungsebene und der Unternehmensgröße.
Beispielsweise hat das Alter bei der Beurteilung von Werten eine Bedeutung, wenn es um eine Unternehmensnachfolge geht. Hier wird Respekt höher geschätzt als Mut.
Ein weiterer starker Unterschied besteht darin, ob Führungskräfte in einem Familienbetrieb arbeiten oder ob sie zu einem managergeführten Betrieb gehören.
Nicht zu unterschätzen ist der Herkunft beziehungsweise die Atmosphäre des Zusammenlebens im Elternhaus bei den jüngeren Führungskräften. Hier werden - wie allgemein bekannt ist - die Grundlagen für Zusammenarbeit, für Leistung, für Konfliktfähigkeit und Kommunikation angelegt. Leider nicht nur die positiven Elemente, sondern auch Unehrlichkeiten, Korruptionsneigung und Lügen - um einige Aspekte zu nennen.
Weitere Werte, die zum Nachdenken anregen sollten:
>> Fairness
>> Verantwortung übernehmen wollen
>> Pflichtbewusstsein
>> Gerechtigkeit
>> Mitgefühl
>> Solidarität
>> Anstand
>> Treue
>> Verlässlichkeit
>> Courage
Wollen Sie mehr zum Wertesystem erfahren, können Sie sich beispielsweise bei
www.wertekommission.de informieren.
Weiterhin: Veranstaltung Werte 2.0 in Montabaur vom 14.06.2011
Wertkonflikte als Drama – Reflexion statt Training
Wertkonflikte als Drama – Reflexion statt Training
Karl Berkel
Immer mehr Organisationen veröffentlichen Werte-Kodizes. Sie fördern damit den Eindruck, als ob die Aufzählung kulturell erwünschter Werte ein klares Profil, eine verbindliche Ausrichtung abgäbe. Werte werden Zielen analog gedacht: je mehr, desto besser. Verkannt wird die grundsätzliche Ambivalenz bzw. Dialektik von Werten, die in Wertkonflikten eine potentiell destruktive Dynamik entfaltet. Diese dem Wertdenken eigene Logik wird im Paradigma des Dramas beschrieben. Die in Wertkonflikten drohende Wertvernichtung fordert Umgangsweisen, die Wertkonflikte zivilisieren. Sie werden kurz beschrieben und für Führung und Training nutzbar gemacht.
Quelle und weitere Informationen.
Mit freundlicher Genehmigung http://www.psychologie-aktuell.com

