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Was bedeutet SWOT?

SWOT: Klicken Sie, um die Grafik zu vergrößern


SWOT-Analyse oder auch SOFT-Analyse.

SOFT ist die Abkürzung für die gleiche Methode.
S=Satisfaction (Zufriedenheit) oder Strengths (Stärken)
O=
Opportunities (Möglichkeiten)
F=Faults (Fehler) bzw. W=Weaknesses (Schwächen)
T=
Threats (Gefahren, Bedrohung, Risiken)
Eine weitere Definition lautet: Stärken-Schwächen-Analyse.
Die Abkürzungen sind in engl. Sprache, da es eine international anerkannte Methode darstellt.
In den Feldern "Stärken" und "Schwächen" werden die aktuellen Situationen dargestellt, in den Feldern "Chancen" und "Risiken" wird die Zukunftsorientierung abgebildet.

Die SWOT-Analyse wurde 1965 an der Harvard Business School entwickelt und formuliert.

Eine konkrete Beschreibung der Methode

Wie eine SWOT-Analyse auszuwerten ist, lesen Sie hier.

Anwendung

Die Analyseform befasst sich mit 4 grundsätzlichen Aspekten einer Organisationsüberprüfung. Es werden in einer Portfolio-Darstellung mit vier Feldern folgende Fragen gestellt: Welche Stärken haben wir? Welche Schwächen können festgestellt werden? Welche Chancen liegen vor? Welche Bedrohungen / Risiken müssen wir erkennen?
Durch die Gegenüberstellung dieser Argumente wird ein relativ objektives Bild der Organisation dargestellt. (siehe Grafik).
Die vertiefenden Fragen zu den einzelnen Quadranten sind aus der Grafik ablesbar.
Es ist aber auch möglich, diese Methode zur Standortbestimmung auf den persönlichen Bereich zu übertragen und anzuwenden, wobei das Problem bestehen wird, die Argumente wirklich objektiv zu formulieren.
Interessant kann es werden, wenn 2 unterschiedliche Gruppen, die an der Verbesserung der IST-Situation arbeiten wollen oder sollen, parallel dazu gefragt werden.

Beispiel

Bild: Beispiel SWOT - Schwächen

In einer Schule – es kann aber auch in jeder anderen Organisation in Wirtschaft oder im Gesundheitswesen sein – will man eine Standortüberprüfung vornehmen. Die Schulleitung möchte auf dem Wege der weiteren Verselbständigung der Schule vorhandene Organisationsschwächen, aber auch die noch unentdeckten Potenziale herausfinden. Das Kollegium und später auch die Eltern (freiwillig) sollten diese Methode zur Standortbestimmung nutzen.

Ziele

Das Ziel dieser Methode besteht darin, eine ausgewogene Darstellung der Situation zu bekommen. Es ist klar herauszuarbeiten, wo die Organisation steht und in welche Richtung sie sich entwickeln soll. Es ist schließlich nicht alles schlecht, wenn die aktuelle Situation einer Organisation hinterfragt wird, sondern es gibt auch viele positive Aspekte. Ein weiteres Ziel besteht darin, den Gemeinschaftssinn zu fördern, weil über den gemeines Arbeitsort oder die gemeinsame Aufgabenstellung gesprochen wird.

Bild: SWOT-Beispiel in der Übersicht

Klicken, um zu vergrößern.

Voraussetzungen

Diese Methode sollte als einziger Besprechungspunkt einer Konferenz oder einer Sitzung anberaumt werden. Die Teilnehmer dieser Gruppensitzung sollten sich in einer einigermaßen ausgeruhten Verfassung befinden, um sich auch auf die Fragestellungen konzentrieren zu können. Also nicht am Feierabend oder wenn andere Termine noch warten. „Mal eben nebenbei“ wird auch zu entsprechenden Ergebnissen führen.

Hilfsmittel

Notwendige Hilfsmittel sind:

Ablauf

Bild: Zusammenhang von SWOT und Schulentwicklung

Erläuterung der Grafik:
-> Die SWOT-Analyse dient zur Feststellung der Ausgangsbasis für die Schulentwicklung. (Wo stehen wir eigentlich?)
-> Die Erkenntnisse dienen zur Formulierung eines Leitbildes.
-> Das Leitbild wird durch "Leitsätze" erläutert und vertiefend beschrieben.
-> Aufgrund dieser Grundlgen kann das Schulprogramm entwickelt und angepasst werden.
-> Durch die entsprechenden Projekte werden die Aufgaben des von der Schule selbst erstellten Schulprogramms in die Tat umgesetzt - und nach einer gewissen Zeit evaluiert. (... Haben wir das, was beabsichtigt war, auch erreicht?...)
-> ... dann beginnt allles wieder von vorn ...

Moderationsablauf:
Es wird vorausgesetzt, dass die Gruppenmitglieder dieser Arbeitsgruppe über die Methode als solche informiert sind oder von dem Moderator erneut eingewiesen worden sind.
Es erfolgt die Definition des Themas und eine entsprechende Abgrenzung.
Durch stichprobenartige Rückfrage bei den Gruppenmitgliedern wird dies sichergestellt.
Die Gruppenmitglieder bekommen nun die Kärtchen und sollen die positiven oder negativen Aspekte aus ihrer Sicht der Dinge aufschreiben (keine Romane).
Hilfreich könnte in diesem Zusammenhang sein, die Kärtchen und die Felder zu nummerieren, damit der Moderator sie gleich in das richtige Feld heften kann.
Die Karten werden einzeln angesprochen und vom Schreiber kurz kommentiert, damit verstanden wird, was gemeint ist.
Gleiche Argumente werden gesucht und zusammengeheftet.
Nachdem alle Argumente gesammelt worden sind, sind sie nach der Wichtigkeit zu kennzeichnen, entweder durch Punkte oder durch Striche. Dadurch wird eine Vorbereitung für die Maßnahmenplanung vorgenommen. Zuvor kann es eine Notwendigkeit geben, sie zu clustern, also mit einer "Überschrift" zu versehen. Die Wichtigkeit wird dann über die Kennzeichnung der Überschriften vorgenommen.
Anschließend erfolgt die Übertragung in das Projektmanagement, wie bereits in der Kraftfeldanalyse beschrieben.

Weitere Methoden

Zu diesem Thema wäre als Methode weiterhin zu beachten:
Kraftfeldanalyse
Projektmanagement
Die Kärtchen-Technik
SWOT-Analysen auswerten