Macht hat immer zwei Seiten.
Auf der einen Seite steht jemand, der Macht ausübt, und auf der anderen Seite steht jemand, der diese Macht akzeptiert oder akzeptieren muss. Gäbe es die Akzeptanz nicht, könnte auch keine Macht ausgeübt werden.
Die bekannteste Definition stammt von Max Weber. Seiner Ansicht nach ist Macht "jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht."
Im Zusammenhang mit Teambildungsprozessen ist hier der Begriff "Storming" zu nennen.
Macht kann mittels vierer Formen durchgesetzt werden:
1. Gewalt - ist die direkteste Form. Hierbei erringt man Macht durch gegen andere gerichtete Aktionen, die auf Schadenszufügung abzielen.
2. Drohung steuert das Verhalten anderer durch Furcht und Hoffnung.
3. Autorität bindet andere an den eigenen Willen durch Fügungsbereitschaft aus freiem Willen. Eine doppelte Autorität entsteht, wenn sowohl die Fähigkeiten des Machtausübenden anerkannt als auch ein Bedürfnis nach seiner Achtung angestrebt wird.
4. Technisches Handeln (Bsp.: Straßen, die erst große Gebiete kontrollierbar machen) bestimmt den Entscheidungsspielraum der Betroffenen neu.
„Entscheidend ist nicht die Frage, ob man Macht hat, entscheidend ist die Frage, wie man mit ihr umgeht.“
Alfred Herrhausen (1930-89), dt. Bankier, Vorstandsspr. Dt. Bank.
