13 GOLDENE REGELN DAFÜR, KOMMUNIKATION GARANTIERT NICHT SINNVOLL EINZUSETZEN!
1. Seien Sie spontan! Belasten Sie sich nicht mit Kommunikationskonzepten! Lustige Einfälle dann und wann sind launiger als eine Öffentlichkeitsarbeit mit Strategie und Programm.
2. Binden Sie auf keinen Fall Ihrer Mitarbeiter in die Kommunikation ein! Sie haben ja schließlich nichts mit der Wirkung des Unternehmens nach außen zu tun. Und in den Projekten passierte ohnehin nichts Neues.
3. Benennen Sie einen Verantwortlichen für Kommunikation, der das Thema nebenher betreut - am besten jemand aus dem Sekretariat oder der Buchhaltung. Grundkenntnisse oder Fortbildungen schaden nur. Kommunikation kann schließlich jeder!
4. Vertrauen Sie stets auf ihr eigenen Instinkt, wenn Sie grafische Konzepte, Texte oder Layouts beurteilen sollen. Bewährt hat sich auch die Meinungsumfrage bei Mitarbeitern. Sie sollten dann aber unbedingt ihre eigenen Vorlieben durchblicken lassen. Schließlich braucht Kommunikation kein durchgängiges Konzept. Es ist doch sowieso alles nur eine Geschmacksfrage!
5. Meiden Sie unbedingt Profis! Kommunikationsberater kosten nur Geld. Gerade die Sicht eines außenstehenden Menschen ist völlig belanglos. Es ist doch für den Markt viel interessanter, wie Sie selbst Ihr Unternehmen und seinen Auftritt beurteilen.
6. Bestimmt gibt es in Ihrem Unternehmen jemand, der eine künstlerischer Ader hat, z. B. in seiner Freizeit Laubsägearbeiten herstellt. Er ist gewiss der richtige, um mal schnell am Computer Prospekte, Webseiten oder Einladungskarten zu entwerfen. Vielleicht kennen Sie einen Studenten, der für kleines Geld solche Arbeiten übernimmt? Auch eine gute Lösung!
7. Für die Pressearbeit ihres Unternehmens reicht es völlig, hin und wieder einen kleinen Werbetext oder ein großformatiges Porträtphoto des Chefs zu übersenden. Journalisten schätzen Selbstbeweihräucherungen sehr! Pressetexte und Artikel mit inhaltlicher Substanz, neue Ideen oder Beispielen aus der Praxis sind so mühsam und sowieso nur kalter Kaffee.
8. Meiden Sie das Thema Kundennutzen wie der Teufel das Weihwasser! Sonst denken Kunden noch, Sie würden für sie Kommunikation betreiben. Stellen Sie besser ihre eigenen großartigen Verdienste in der Mittelpunkt. Beliebt sind auch lange Abhandlungen zu komplizierten unanschaulichen Methoden oder zu Interna, wie die Umstellung in ihrer Organisation.
9. Bleiben Sie bei ihrer Kommunikation stets nebulös und kompliziert! Fachausdrücke, Fremdwörter, lange Schachtelsätze beeindrucken immer. Schließlich bezahlen Ihrer Kunden viel Geld dafür, dass Ihre Leistung geheimnisumwittert bleibt. Ihre Kunden und Partner, aber auch die Presse, werden Ihre Haltung zu schätzen wissen.
10. Stellen Sie alle Kommunikationsaktivitäten ein, sobald etwas wichtiges ansteht! Auf Kontinuität kommt es nicht an. Ihre Kunden und die Presse erinnern sich sicherlich noch Jahre später an Sie, wenn Sie wieder auf der Bildfläche erscheinen. Kommunikation macht nur Sinn, wenn Sie gerade dafür die Stimmung sind.
11. Verschwenden Sie kein Geld für die Dokumentationen ihrer Projekte! Lassen Sie die Aufnahmen von dem Projektleiter mit seiner Sofortbildkamera machen. Er hat doch auch so schöne Fotos vom letzten Betriebsausflug gemacht. Fotografen kosten nur Geld. Und dann muss man sie auch noch briefen.
12. Meiden Sie als Manager und Führungskraft den Kontakt zu der konkreten Arbeit Ihrer Mitarbeiter vor Ort. Da passierte sowieso nichts, was Ihr Unternehmen in seinem Leistungsangebot voranbringt. Gehen Sie lieber mit dem Kunden einmal mehr gut essen und machen Sie in Strategie, statt über ein Projektbeispiel mit Beschreibung des Kundennutzens zu sinnieren.
13. Marketing, Kommunikation und Design habe nichts miteinander zu tun. Lassen Sie nichts anderes einreden! Kausale Logik und Konsequenz im Denken und Handeln sind eben nur etwas für verklemmte Theoretiker. Ganzheitliche Konzepte verkauft man schließlich nur dem Kunden.
Quelle: BDU - Depesche, 6/2000.
Wenn Sie diese Ratschläge gelesen haben, werden Sie sicherlich feststellen, dass sie nicht ernst, sondern nur etwas provokativ gemeint sind.
Möchten Sie über dieses Thema mehr erfahren?
Email: deubel@deubel.de.
Wir werden Sie anschließend konkret dazu ansprechen.
Kommunikation - eine unendliche Geschichte
Unterscheiden Sie nach dem obigen Bild, um was es in einem Gespräch oder einer Diskussion eigentlich geht. Bei Gesprächen über Tatsachen geht es um den Austausch und die Beurteilung von Fakten, beim Austausch von Meinungen kann es durchaus auftreten, dass unterschiedliche Meinungen über einen bestimmten Sachverhalt nicht vereinbar sind. Dies sollte man dann auch so respektieren – wenn keine Entscheidungen gefordert sind. Beim Gespräch über die Informationen, die über Dritte oder aus den unterschiedlichen Medien ins Spiel gebracht werden, ist Vorsicht geboten, da es sich um „gefärbte“ Informationen handeln könnte. Letztendlich verläuft ein Gespräch oder eine Diskussion nicht ohne eine emotionale Komponente. Die Gesprächspartner versuchen, den eigenen Standpunkt meist mit dem Ziel der Überzeugung an den anderen Gesprächspartner zu transferieren. Gelegentlich werde an dieser Stelle „Machtspielchen“ gespielt.
