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Frederik Herzberg(1923 – 2000) erforschte in den 50er und 60er Jahren die Quellen der Mitarbeitermotivation. Er entwickelte die Zwei-Faktoren-Theorie. Danach unterscheiden sich die Faktoren, die Mitarbeiter bei ihrer Tätigkeit zufrieden oder unzufrieden machen, voneinander. Fragen Sie Beschäftigte, warum sie unzufrieden sind, und sie erzählen von schlechten Chefs, einem zu geringen Gehalt und einer miserablen Arbeitsumgebung. Dieselben Faktoren jedoch können, selbst wenn sie brillant eingesetzt werden, Menschen nicht dazu motivieren, härter oder besser zu arbeiten. Herzberg nennt sie Hygienefaktoren. Motivatoren dagegen sind jene Faktoren, die tief liegende Bedürfnisse der Mitarbeiter erfüllen, nämlich etwas zu leisten und sich zu verwirklichen. Dazu gehören die Anerkennung von Leistung, Stolz auf gute Arbeit, größere Verantwortung und die Chance zu persönlicher Entfaltung. Obwohl seine Methode gelegentlich kritisiert wurde, haben Herzbergs Arbeiten
Generationen von Wissenschaftlern und Praktikern beeinflusst. Er hinterfragte, ob Vorgesetzte ihre Mitarbeiter durch extrinsische Anreize oder psychologische Tricks innerlich motivieren könnten. Das Ergebnis: Nur vielseitige, sinnvolle Arbeit motiviert Mitarbeiter. Dazu müssen die Unternehmen die Tätigkeiten entsprechend anreichern. Das Job Enrichment zählt heute zu den klassischen Konzepten der Arbeits- und Organisationspsychologie. Bis zu allen Arbeitgebern scheinen sich die Erkenntnisse aber immer noch nicht herumgesprochen zu haben. Quelle: Harvard Business Manager April 2003