BVW ist die Abkürzung von Betriebliches Vorschlagwesen.
Das betriebliche Vorschlagwesen war eine sehr lange Zeit lang die einzige Methode, um Mitarbeiter mit in die Rationalisierungsbemühungen in einer Organisation einzubinden. Es gab in den 80er und 90er Jahren eine Konkurrenz zu den Qualitätszirkeln, die durch die Anregungen der Japaner auch in Deutschland umgesetzt wurden.
Das BVW belohnt die Aktivität von Einzelpersonen, Qualitätszirkel betonen dagegen die Gruppenarbeit.
Im BVW ist wichtig, auf das "Belohnungssystem" einzugehen. Vielfach werden errechnete Prämien ausgeschüttet, andere Firmen haben ein einfaches Bonussystem.
Im Gegensatz zu Kaizen hat BVW keine strukturierten Fragestellungen.
Aus einer Untersuchung der Zeitschrift "QZ-Qualität und Zuverlässigkeit" (09-2009) ergaben sich folgende Ergebnisse zum Thema "betriebliches Vorschlagwesen": (siehe nachfolgende Abbildung).
Erstaunlich ist, dass es nach einer relativ langen Pause wohl doch für viele Unternehmen sinnvoll erscheint, das bisher totgeglaubte System des betrieblichen Vorschlagwesens (wieder) zu aktivieren. Das Anspruchsniveau wird nicht als sehr hoch eingestuft, die Zufriedenheit ist auch nicht unbedingt der "Hit" und die Umsetzungserfolge werden ebenfalls als nicht sehr zufriedenstellend eingestuft. Warum macht man das denn nun?
Es ist wirklich die Frage zu stellen, an welchen Stellen die Motivation von Mitarbeitern, die nachhaltige und nachdrückliche Umsetzung von Vorschlägen scheitert.
Es ist nicht das System oder die Idee als solche, die scheitert, sondern die ehrliche Integration dieser Idee in die Unternehmenskultur einer Organisation. Dafür steht nun einmal nur die Leitung der Organisation in der Verantwortung.
Bild: QZ Jahrgang 54 (2009) 9
© UPD Unternehmensberatung Dr. Deubel
